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Earth Hour 2019

Lichter aus für die Umwelt

Zwei Mädchen tragen ein T-Shirt mit Earth Hour Aufdruck. Beide halten Kerzen in der Hand.

Kinder beteiligen sich an der WWF Earth Hour.

Am Samstag den 30. März wird es für eine Stunde dunkel auf der Welt. Von 20:30 Uhr an wird eine Stunde lang Earth Hour gefeiert, bei der Haushalte und Firmen dazu aufgerufen werden, das Licht zu löschen. Ins Leben gerufen und organisiert wird die Aktion vom WWF (World Wide Fund For Nature).

Der WWF möchte mit der Aktion nicht nur zum einmaligen Stromsparen aufrufen, sondern „ein starkes Zeichen für einen lebendigen Planeten und (...) mehr Klimaschutz“ setzen. Dieses Zeichen wird in Großstädten vor allem ein optisches Spektakel werden. Die Frankfurter Skyline wird zu großen Teilen ihre Beleuchtung ausschalten; auch die höchsten Wolkenkratzer, wie die Commerzbank und der Taunusturm, sind dabei. Auch evangelische Gemeinden und Einrichtungen beteiligen sich.

Veranstaltungen zur Earth Hour

Anlässlich der Earth Hour gibt es verschiedenste Veranstaltungen:

Die evangelische Gemeinde in Alzey feiert um 19 Uhr einen Umwelt-Gottesdienst in der Kleinen Kirche, Amtsgasse ein. Anschließend lädt die Gemeinde in den Hexenpark zu einer Dunkelvesper ein. Der Strom für die musikalische Untermalung  wird von mit Hilfe eines Öko-Fahrrads erstrampelt – fitte Sportler werden gesucht.
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 In Frankfurt wird es eine Klimaschutzparty geben. Ab 19:30 wird in den Ehrenhof des Hotels Steigenberger Frankfurter Hof eingeladen. Der Eintritt ist frei.
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In Darmstadt werden während der Earth Hour auf dem Marktplatz Kerzenbilder gestaltet. Jeder ist eingeladen zu kommen.
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Die weltweit größte Klimaschutzaktion

2007 wurde die Earth Hour zum ersten Mal in Sydney gefeiert. Australien war damals eines der Länder mit dem höchsten CO² Ausstoß pro Kopf, was den WWF dazu veranlasst hat, die Earth Hour zu veranstalten. Die Australier sollten auf das CO² Problem ihres Landes aufmerksam gemacht werden. Unter anderem verschwand das weltberühmte Sydney Opera House in der Dunkelheit. Im Vergleich zu damals ist der Co² Ausstoß tatsächlich um etwa 1,5 Tonnen pro Kopf und Jahr auf 16 Tonnen (Stand 2016) gesunken. Besonders gut steht Australien trotzdem nicht da – Deutschland setzt zum Beispiel nur knapp neun Tonnen pro Jahr und Kopf frei und steht damit immer noch weit oben auf der Liste der größten CO² Produzenten. Die erste Earth Hour hat international so viel Aufsehen erregt, dass schon im nächsten Jahr 35 Länder teilgenommen haben. 2018 ist die Earth Hour in über 400 deutschen Städten gefeiert worden. International werden über 7000 Wahrzeichen in mehr als 180 Ländern dunkel. Damit wir die Earth Hour dieses Jahr zum 13. Mal veranstaltet und ist nach Angaben von WWF die größte Klimaschutzaktion auf der Welt.

Ist die Earth Hour sinnvoll?

An der Frage, wie sinnvoll die Earth Hour ist, scheiden sich die Geister. E.ON redet von fast 9.000 Tonnen CO², die in der Theorie deutschlandweit in dieser einen Stunde gespart werden können. Dafür müssten aber alle Deutschen Haushalte bei der Earth Hour mitmachen. Die Wirtschaftswoche erklärt aber in dem Artikel „Earth Hour - das hat die Stromspar-Aktion wirklich gebracht“, dass deutsche Kraftwerke die Earth Hour in ihren Zahlen nicht einmal bemerken. Fakt ist, dass jede ausgeschaltete Lampe Strom einspart. Fakt ist aber auch, dass wir durch energieeffizientere Geräte im Haushalt einen viel entscheidenderen Teil zum Klimaschutz beitragen können, als mit einer einzigen dunklen Stunde. Immo Fischer, Pressesprecher des WWF, meint: „Die WWF Earth Hour ist vor allem eine symbolische Aktion um zu zeigen, dass wir mehr für den Schutz des Planeten tun müssen (aus: Focus, Mit diesen fünf Tricks sparen Sie am meisten Energie).“

Weitere Informationen zur Earth Hour:

Internetseite des WWF

 

Von Konrad Waßmann

 

 


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